Wilhema-Treff 2016

Januar: 40 Jahre Erfahrungen mit Schweinen und Flusspferden im In- und Ausland

Schweine und Flusspferde sind nicht nur liebenswerte Tiere, sondern auch nahe verwandt. Der ehemalige Tierarzt der Wilhelma Dr. Wolfram Rietschel berichtet über eigene Erfahrungen mit Schweinen und Hypos als Patienten sowie seinen Beobachtungen in freier Natur, vom Riesenwaldschwein bis zum seltenen Zwergwildschwein, vom Darmverschluss beim Flusspferdbullen bis zum einsamsten Schwein der Welt im Zoo von Kabul. Auch werden historische und kulinarische Aspekte sowie das Thema „Schweine in der Kunst“ angesprochen.

Flusspferde in Uganda; Bild: W. Rietschel

Scherengarnele; Bild: Isabel Koch

Februar: Zwischen Kaktus und Koralle – bon bini Korsou!

Curacao ist die größte Insel der Niederländischen Antillen, nur 60 km von Südamerika entfernt. Für den interessierten Urlauber ist viel geboten: Das flache, regenarme Eiland wartet mit zwar stacheliger, aber dennoch üppiger Botanik auf. Über 160 Vogelarten locken den Beobachter, und im warmen Wasser der Karibik tummeln sich zahllose bunte Fische und wachsen prächtige Korallenriffe. Auch die wechselhafte Kulturgeschichte lädt zu Entdeckungstouren ein – Malereien der Ureinwohner, Reste der Geschichte als Sklaveninsel und wichtiger Handelsort und die Hauptstadt Willemstad (UNESCO Weltkulturerbe) gilt es zu entdecken. Auf Curacao leben Einwohner aus über 40 Nationen – das macht Küche, Sprache und Kultur sehr vielfältig. Lassen Sie sich von Isabel Koch, Kuratorin in der Wilhelma, zu einer kleinen Entdeckungsreise über und unter Wasser entführen – „bon bini Korsou“ heißt „Guten Tag Curacao“ in der Landessprache Papiamentu.

März: Salam Marokko – Landschaft, Kultur, Menschen, Abenteuer

Begleiten Sie das Ehepaar Beate und Dr. Thomas Meintrup in Form einer Multivisionsshow nach Marokko auf eine Reise durch ein faszinierendes Land, welches durch hohe Gebirge, wüstenartige Landschaften, grüne Täler und schroffe Schluchten, eine reiche Kultur und freundliche Menschen besticht. Ausgehend von Marrakesch bestieg das Paar den höchsten Berg Marokkos, durchwanderte den Hohen Atlas und besuchte zahlreiche Kulturstädte im Norden Marokkos. Im Süden des Landes überquerten sie zu Fuß den Anti-Atlas und erlebten die Hitze und die malerischen Sanddünen der Sahara hautnah an der Grenze zu Algerien. Sie lernten die typischen Lehmbauten der Berber kennen und durchfuhren auf abgelegenen Pisten die steilen Schluchten des Atlasgebirges. Am Ende der Reise verweilte das Paar für ein paar Tage in dem idyllischen Fischerort Essaouira am Atlantik.    

Bild: T. Meintrup

Bild: C. Nitsch

April: Die Rückkehr der Wölfe

Vor gut einhundert Jahren wurde der letzte Wolf in Deutschland erlegt und war damit ausgerottet. Nun kehrt er zurück. Seit er europaweit streng geschützt ist, breitet er sich wieder aus. Zwischenzeitlich leben in Deutschland mehr als 300 Grauwölfe. In Baden-Württemberg wurde bereits ein toter Wolf gefunden. Es ist daher nur eine Frage der Zeit, bis der erste lebende Wolf in Baden-Württemberg gesichtet wird. Erfahrungen aus dem Osten und Norden Deutschlands, wo der Wolf sich seit dem Jahre 2000 wieder ausbreitet, zeigen: Nicht überall ist das scheue Wildtier willkommen. Wolfsbotschafterin Sabine Häring vom NABU informiert über Lebensweise und Verhalten des Wolfes, Artenschutz und Monitoring in Deutschland, erklärt warum Menschen den Wolf nicht zu fürchten brauchen, was Hundehalter in Wolfsgebieten beachten sollten, welche Auswirkungen die Rückkehr des Wolfes auf Nutztierhaltung und Jagd hat und welche Maßnahmen das Land Baden-Württemberg schon vor der Rückkehr des Wolfes getroffen hat.    

Mai: Hunde retten Berggorillas – bei den Congohounds im Virunga Nationalpark

Stefanie Reska, in der Wilhelma verantwortlich für die Umweltbildung und den Artenschutz, hat die Anti-Wilderer-Hundeeinheit im Virunga Nationalpark in der Demokratischen Republik Congo besucht. Die sogenannten Congohounds schützen unter anderem die Berggorillas, die im Nationalpark leben. Frau Reska berichtet über das Projekt, das von der Wilhelma seit über vier Jahren gefördert wird, und zeigt Eindrücke aus dem Lebensraum der bedrohten Menschenaffen.    

Bild: S. Reska

Juni: Mitgliederversammlung

Wir möchten alle Mitglieder ganz herzlich am Donnerstag, dem 09. Juni 2016 um 19.00 Uhr zur Mitgliederversammlung ins Wilhelma-Theater einladen. Nachstehend finden Sie die Tagesordnung:

1.       Jahresbericht des Vorsitzenden
2.       Bericht über den Jahresabschluss 2015
          JA-Testat / Feststellung der JA-Zahlen
3.       Entlastung des Gesamtvorstandes
4.       Mitgliedsbeiträge
5.       Aktuelles aus der Wilhelma
6.       Ehrung verdienter Mitglieder
7.       Verschiedenes

Bitte beachten Sie, dass Anträge gem. § 7 Abs. 3 der Satzung des Vereins mindestens sieben Tage vor der Mitgliederversammlung schriftlich einzureichen sind. Nach dem offiziellen Teil hält der Direktor der Wilhelma, Dr. Thomas Kölpin, einen Vortrag mit dem Thema „Tiererlebnisse der besonderen Art: auf Entdeckungsreise in den Vereinigten Arabischen Emiraten!“.

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Bild: T. Kölpin

Oktober: Island – Naturparadies im hohen Norden

Papageientaucher, Gletscher & Geysire. Die Insel aus Feuer und Eis im nördlichen Atlantik ist nicht nur Heimat unzähliger Vögel, sondern auch landschaftlich äußerst reizvoll und fast überall noch sehr naturbelassen. Mit beeindruckenden Bildern stellt das Biologenpaar Michael Eick und Bettina Klein in diesem Multimedia-Vortrag die Insel im Nordatlantik, ihre tierischen Bewohner und einige der schönsten Landschaften vor.

Bild: M. Eick

Rundblattnase; Bild: T. Hornby

November: Tropisches Nachtgeflatter – Fledermausforschung in Sri Lanka

Gibt es Sri Lankas Bulldoggfledermäuse noch? Dieser Frage untersuchte Tim Hornby für seine Staatsexamenarbeit während einer dreimonatigen Forschungsreise nach Sri Lanka. Als tropische Insel mit sehr diversen Lebensräumen beherbergt Sri Lanka eine Fülle an Arten, von denen allerdings einige nur sehr unzureichend dokumentiert sind. Bulldoggfledermäuse hat man seit 80 Jahren nicht nachgewiesen. Schwerpunktmäßig sollten die Tiere an ihren Ultraschall-Rufen, die für jede Fledermausart spezifisch sind, erkannt und dann lokalisiert werden. Die Reise führte Tim Hornby und Dr. Martin Straube von der überfüllten und lauten Hauptstadt Colombo über die Ruhe und Abgeschiedenheit eines buddhistischen Tempels im tropischen Regenwald bis hinauf in ein entlegenes Tee-Dorf im zentralen Hochland. Und dabei begegneten sie nicht nur Fledermäusen. Aktuelle Infos zu diesem Forschungsprojekt finden Sie auf www.nachtgeflatter.de!

Dezember: Von Wüstenelefanten, Steinschrecken, Buschmannkerzen und anderen Besonderheiten im Norden Namibias

Dr. Ulrike Rademacher, Kuratorin in der Wilhelma, nimmt Sie mit auf eine Reise durch den Nordwesten Namibias. Freuen Sie sich auf die älteste Wüste der Welt: Die Namib Wüste erstreckt sich über 2500 km entlang des Atlantik von Angola über Namibia bis nach Südafrika. Die Temperaturen klettern dort in den Sommermonaten bis auf 48 Grad Celsius und es fällt nahezu kein Niederschlag. Mitten in dieser unwirtlichen Landschaft befindet sich das absolute Highlight Namibias, das Sossusvlei, eine von hohen Sanddünen umgebene Salztonpfanne. Die rotglühenden Sanddünen gehören zu den höchsten der Welt. Auf dem Reiseprogramm stand auch das Kaokoveld, eines der letzten noch weitgehend unberührten Landschaften Afrikas. Vielen Tieren ist es gelungen, sich an die extremen Klimabedingungen in Namibias trockenen Norden anzupassen. So kann man dort Strauße, Kudus, Bergzebras, Spieß-und Springböcke sowie Giraffen beobachten. Dr. Rademacher hatte zudem das große Glück, die seltenen Wüstenelefanten zu beobachten, die täglich bis zu 70 Kilometer auf der Suche nach Wasser und Nahrung zurücklegen.

Wüstenelefanten auf ihrer Suche nach Wasser; Bild: U. Rademacher