Themen 2017

Januar: Friedhof für Kuscheltiere – über Sinn und Unsinn von Arten- und Tierschutzprojekten

Im Rahmen einer 44jährigen Tätigkeit als Zoo- und Wildtierarzt im In – und Ausland hat Dr. Wolfram Rietschel, langjähriger Tierarzt in der Wilhelma, zahlreiche Tier- und Artenschutzprojekte besucht und in einigen Projekten mitgearbeitet. Qualität und Effizienz dieser Projekte waren recht unterschiedlich. Viele Projekte waren sinnvoll und wurden von engagierten Spezialisten betreut. Andere Projekte sind bzw. waren, was Tier- und Artenschutz anbelangt, von unterschiedlicher Qualität, z. T aber in finanzieller Hinsicht durchaus lukrativ. Auch bei den Mitarbeitern fand sich ein breites Spektrum, vom kompetenten sachkundigen bis zum einfach strukturierten aber hoch motivierten Tierfreund, über psychisch gestörte „Animalhoarder“ bis hin zu zumindest nach deutscher Rechtslage kriminellen Tierquälern. Grundsätzlich scheint es so, dass es sich mit Tier- und Artenschutz ähnlich verhält wie mit Biolebensmitteln, es ist nicht immer das drin, was auf der Packung steht.

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Gorillaschutz Bild: W. Rietschel

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Victoriafälle Bild: T. Rapp

Februar: Africa light – Ornithologisches und mehr aus Namibia, Botswana und Zimbabwe

Grandiose Landschaften, eine unglaublich reichhaltige Tier- und Pflanzenwelt sowie viele kulturhistorisch interessante Orte sind der Grund dafür, dass Namibia, Botswana und Zimbabwe seit langer Zeit zu den beliebtesten Reisezielen auf dem Schwarzen Kontinent gehören. Politische Stabilität (zumindest für afrikanische Verhältnisse!) und eine gut entwickelte Infrastruktur machen das Reisen in diesen Ländern sicher und unkompliziert, ganz gleich ob man im Rahmen einer Pauschalreise als Gruppe oder als Individualtourist mit Allradfahrzeug und Dachzelt unterwegs ist. Unter dem Titel „Afrika light“, fasst Dr. Günther Schleussner die Eindrücke einer fast 5.000 km langen Rundreise durch diese drei Länder zusammen. Im Mittelpunkt steht, wie könnte es anders sein, die faszinierende Tierwelt Afrikas in den besuchten Nationalparks, aber auch Landschaften, die dort lebenden Menschen sowie kulturgeschichtlich wichtige Orte kommen nicht zu kurz. Vier prall gefüllte Wochen Afrika, komprimiert auf einen einstündigen Vortrag …

März: Highlights europäischer Zoos

Anthony Sheridan, anerkannter britischer Zooexperte, stellt die führenden Zoos Europas vor. Besuchen Sie mit ihm die schönsten Zoos Europas! Den 123 bedeutendsten Zoos hat Sheridan über die Jahre zusammen mehr als 650 Besuche abgestattet, um viele Fakten und eigene Eindrücke zu sammeln und die Entwicklung der Einrichtungen zu beobachten. Ein Schwerpunkt liegt mit rund zwei Dutzend Zoos in Deutschland. Der Brite hat jedoch insgesamt 28 Ländern bereist bei der Recherche für sein neues Buch „Europas Zoos unter der Lupe: Handbuch der Zoos in Europa 2010-2025“, das im Schüling-Verlag in Münster erschienen ist. Der Verkaufserlös kommt einem Artenschutzprojekt für die stark bedrohten Gibbons in Vietnam zugute. 

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Tiergarten Schönbrunn Bild: A. Sheridan

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Bioparco di Roma Bild: H. Ullrich

April: Mit den Wilhelma-Freunden unterwegs im Herzen Italiens

Henri Ullrich  zeichnet in wunderschönen Bildern die Reise des Fördervereins nach. Freuen Sie sich auf Aufnahmen aus der geschichtsträchtigen Hauptstadt Rom, von grünen Oasen und malerischen Städtchen.

Mai: Bonobo-Schutz in und um LuiKotale: Maßnahmen, ihre Chancen und Risiken in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft

LuiKotale ist ein Studiengebiet am westlichen Rande des Salonga Nationalparks, inmitten des größten verbleibenden Blocks afrikanischen Tieflandregenwalds, in der Demokratischen Republik Kongo. Seit 2002 erforschen dort Barbara Fruth und Gottfried Hohmann mit ihrem Team Bonobos (Pan paniscus) in ihrem natürlichen Lebensraum. Bonobos stehen auf der Roten Liste. Ihr größter Feind ist der Mensch, der ihre Existenz durch Wilderei und Brandrodung gefährdet. Das Projekt bemüht sich seit seiner Gründung um flankierende Maßnahmen zum Schutz dieser besonderen Art. Der Vortrag gewährt einen Einblick in die laufende Forschung und die das Projekt begleitenden Schutzmaßnahmen. Er zeigt die Chancen und Risiken dieser Maßnahmen und stellt sie in den Kontext regionaler und nationaler Bemühungen zum Erhalt dieser besonderen Art.

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LuiKotale Bild: B. Fruth

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Dr. Kölpin besichtigte den neuen Heimatzoo in Puebla von Vinkunjahengst Fidi Bild: Y. Eder

Juni: Mitgliederversammlung
und Wilhelma-Treff

Am 22. Juni findet die diesjährige Mitgliederversammlung mit der Neuwahl des Vorstandes statt. Alle Mitglieder sind hierzu herzlich eingeladen. Mitgliederversammlung mit folgender Tagesordnung:

  1. Jahresbericht des Vorsitzenden
  2. Bericht über den Jahresabschluss 2016
    JA-Testat / Feststellung der JA-Zahlen
  1. Entlastung des Gesamtvorstandes
  2. Neuwahl des Vorstandes
  3. Mitgliedsbeiträge
  4. Aktuelles aus der Wilhelma
  5. Ehrung verdienter Mitglieder
  6. Verschiedenes

 

Bitte beachten Sie, dass Anträge gem. § 7 Abs. 3 der Satzung des Vereins mindestens sieben Tage vor der Mitgliederversammlung schriftlich einzureichen sind. Bitte bringen Sie zur Mitgliederversammlung Ihren Mitgliedsausweis mit, da eine Eingangskontrolle durchgeführt wird.

Nach dem offiziellen Teil hält der Direktor der Wilhelma, Dr. Thomas Kölpin, einen Vortrag mit dem Thema „Panama und Mexiko: unterwegs in Lateinamerika“. Dr. Thomas Kölpin berichtet von der Weltzookonferenz 2016 in Mexiko, stellt uns den gastgebenden Zoo Afrikam Safari in Puebla vor und nimmt uns mit auf seine Entdeckungstour mit drei Zoo-Direktoren Kollegen aus England und den USA durch Panama. Dabei bereisten sie Tiefland- und auch Hochlandregenwaldgebiete, sowie Bereiche des Panamakanals. Weiterhin lernen wir in Mexiko City neben einigen archäologischen Stätten auch den Zoo Chapultepec kennen, der sich mit dem Zoo Schönbrunn in Wien um den Titel „Ältester Zoo der Welt“ streitet.

 

Oktober: Forschen im Auftrag der Krone

 

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M. T. Heuglin: Reise in Nordostafrika, Band 2

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Blick auf die alte Hauptstadt „Veliko Tarnovo“ Bild: C. und G. Schweizer

November: Bulgarien: grandiose Natur, mystisches Land, faszinierende Kunstschätze

Reisen Sie mit dem Ehepaar Schweizer zu den Glanzlichtern der mehrtausendjährigen Zivilisation inmitten einer grandiosen Landschaft, dem Pirin-, dem Rila-Gebirge und den Rhodopen. Das „Gold der Thraker“ ist legendär, ebenso das Rila-Kloster, der Reiter von Madara und die mittelalterlichen Wandmalereien im Ivanovo-Kloster – alles UNESCO-Weltkulturerbestätten – so wie auch Alt-Nessebar am Schwarzen Meer oder das thrakische Kuppelgrab von Kazanlak.

 
 
 

 

Dezember: Madagaskar – ein Streifzug durch die Welt der Lemuren

Seit Jahrmillionen gehen die Tiere in Madagaskar ihren eigenen Weg – nirgendwo auf der Welt gibt es eine solch einmalige Fauna. Besonders attraktiv, aber hoch bedroht sind die Lemuren, von denen noch in jüngster Zeit bisher unbekannte Arten entdeckt wurden. Obwohl Madagaskar ein bitter armes Land ist, wachsen die Bemühungen, die Natur besser zu schützen: in Nationalparks von staatlicher Seite, aber auch mit privaten Initiativen. Die Biologin Gaby Zintz berichtet über diese abwechslungsreiche Insel, ihre Tierwelt sowie über Land, Leute und ihre Traditionen.

 

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Bild: G. Zintz